Die SchemaPädAgogik bietet ausserordentliches Potenzial in schwierigen zwischenmenschlichen Situationen. Sowohl für Fachkräfte als auch für die betroffenen Personen:
Für Fachpersonen bietet sie einen wesentlichen Beitrag zur Gesundheit und Zufriedenheit im Berufsalltag, also zur Salutogenese.
Betroffene Kinder und Jugendlichen entwickeln prosoziale Verhaltensalternativen, indem sie die herausfordernden - maladaptiven - Verhaltensweisen bewusst wahrnehmen und reflektieren.
SchemaPädAgogik ist ein fortschrittliches Konzept im Umgang mit herausfordernden Situationen mit Kindern und Jugendlichen.
Das Besondere: Es verbindet gut etablierte Methoden und Konzepte zu einem kohärenten Ganzen – fundiert, praxisbewährt und besonders wirksam.
Bereit, mehr über die SchemaPädAgogik zu erfahren?
SchemaPädAgogik – Der Ansatz
Der pädagogische Ansatz der SchemaPädAgogik wurde von Marcus Damm für den Umgang mit herausfordernden Situationen zwischen Kindern und Jugendlichen und erwachsenen Betreuenden entwickelt. Er fokussiert sich dabei auf zwei wesentliche Aspekte: Die Methode bezweckt einerseits die ressourcenorientierte Entwicklung der Kinder und Jugendlichen, andererseits die Interaktion und die Beziehung zwischen den zu Erziehenden und den Betreuenden.
Die pädagogische Methode ermöglicht es, Trigger-Punkte zu erkennen und den Reaktionsmustern – sogenannten Modi – alternativ zu begegnen. Der bewusste Umgang mit schwierigen Situationen mit zu Betreuenden führt dazu, dass sich das Stresslevel bei allen Beteiligten reduziert.
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Marcus Damm hat die SchemaPädAgogik 2010 entwickelt. Sie basiert auf den Theorien der Erziehungswissenschaften und der Entwicklungspsychologie. Der Begriff ‚Schema‘, welcher der Schemapädagogik den Namen gibt, stammt ursprünglich vom Schweizer Biologen und kognitiven Entwicklungspsychologen Jean Piaget. Die von ihm definierten Denkmuster wurden von Aaron T. Beck – einer zentralen Figur und Entwickler der Kognitiven Verhaltenstherapie – und ab den 1990er-Jahren von Jeffrey Young – dem Entwickler der Schematherapie – erweitert interpretiert. Das Konzept Schemapädagogik stützt sich hauptsächlich auf drei Therapiemethoden ab. Erstens die Schematherapie nach Jeffrey Young, die ihrerseits zweitens auf der Kognitiven Verhaltenstherapie nach Aaron Beck basiert. Jeffrey Young erweiterte den Schema-Begriff um die Emotionen, das Fühlen, die Erinnerungen und Körperempfindungen. Drittens wurden schließlich der komplementäre Beziehungsaufbau, die Interaktionsstrategien und die Persönlichkeitsstile von Rainer Sachse und seiner Klärungsorientierten Psychotherapie integriert. Im Weiteren beinhaltet die SchemaPädAgogik Elemente der Theorie der Grundbedürfnisse von Klaus Grawe. Zusammengefasst: Die SchemaPädAgogik kombiniert demzufolge Elemente der Schematherapie, der Klärungsorientierten Psychotherapie und der Kognitiven Verhaltenstherapie sowie Erkenntnisse aus der Grundbedürfnisforschung, der Neurobiologie und der Bindungstheorie. Sie transferiert diese Konzepte in sehr überzeugender Art auf die Pädagogik
SchemaPädAgogik – Unsere Ziele
Das Kompetenzzentrum SchemaPädAgogik hat sich zum Ziel gesetzt, den neuen, zeitgemässen und sehr wirksamen Ansatz SchemaPädAgogik einem breiteren Publikum von Fachkräften zugänglich zu machen, die in engem Kontakt mit herausfordernden Kindern und Jugendlichen sind. Aber auch Eltern und Personen, die viel mit anderen Menschen zu tun haben, können von der SchemaPädAgogik stark profitieren. Der Ansatz entfaltet sein Potenzial vor allem dann, wenn Fachkräfte zuweilen nicht mehr raus aus der Ohnmacht finden, weil die Hintergründe dieser Ohnmacht erkannt werden können. Die Fachpersonen können durch die SchemaPädAgogik ihre Methodenkompetenz erweitern und ihre Haltung entwickeln.
Unser Ziel ist es, pädagogischen und agogischen Fachkräften zu helfen, ihren geliebten Beruf stets – respektive wieder – mit Freude und Zuversicht ausüben zu können, dabei gesund zu bleiben und – last but not least – einen wesentlichen Beitrag zu leisten, dass die zu begleitenden und betreuenden Kinder und Jugendlichen ihre Ressourcen optimal entwickeln können.
SchemaPädAgogik – Weiterbildung
Das Kompetenzzentrum SchemaPädAgogik bietet allen Interessierten sehr praxisnahe und wirksame Weiterbildungen an. Alle Lehrgänge sind in sich abgeschlossen, bauen für die weiterführenden Weiterbildungen jedoch aufeinander auf.
Zum Kennen-Lernen der SchemaPädAgogik eignet sich der eintägige Kurzlehrgang (KLG).
Im 30 Arbeitsstunden dauernden Lehrgang BASIC werden die Grundlagen der SchemaPädAgogik vermittelt. Ziel ist es, nach dem Lehrgang die zentralen schemapädagogisch Elemente zu kennen und anwenden zu können, um schemapädagogisch auf herausfordernde Verhaltensweisen reagieren und die Kinder entsprechend betreuen und begleiten zu können.
Aufbauend auf dem Lehrgang BASIC kann der Lehrgang ADVANCED (60 Arbeitsstunden) absolviert werden. In diesem werden die eigenen Kompetenzen in den Bereichen Fachwissen und Prozesse erweitert. Gemeinsam entsprechen die Lehrgänge BASIC & ADVANCED dem Lehrgang ZERTIFIKAT (90 Arbeitsstunden). Der Abschluss bildet bei den Lehrgängen ADVANCED und ZERTIFIKAT die sogenannte Zertifikatsarbeit. Ziel ist es einerseits, die schemapädagogischen Haltung zu verinnerlichen. Andererseits sollen die Absolvent:innen über Kompetenzen verfügen, um die Kinder und Jugendlichen schemapädagogisch analysieren, ihre Entwicklung planen und den Prozess nach schemapädagogischen Kriterien steuern zu können. Erfolgreiche Absolvent:innen dürfen sich ‚SchemaPädAgog:in‘ – zertifiziert’ nennen.
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Das KoSPA bietet weiterführende Lehrgänge zur Spezialisierung an.
Der Lehrgang SUPERVISOR (90 Arbeitsstunden) befähigt dazu, schemapädagogische Analyse von Kinder und Jugendlichen, welche auf entsprechenden Evaluationen basieren, im Team vorzustellen und pädagogisch zu begründen.
Darauf aufbauend kann im Lehrgang DIPLOM (270 Arbeitsstunden) eine erweiterte Expertise aufgebaut werden. Dieser Lehrgang erlaubt es, ein vertieftes Verständnis in die Zusammenhänge und Mechanismen der SchemaPädAgogik zu entwickeln. Zudem ermöglicht die Spezialisierung in Ausbildung im Lehrgang Zertifikat aktiv zu sein. Er zeichnet sich dadurch aus, dass ein spezifisches Thema der SchemaPädAgogik als Diplomarbeit untersucht wird.
Zu guter Letzt besteht die Möglichkeit, sich zum:zur SchemaPädAgogik-Lehrtrainer:in weiterzubilden (450 Arbeitsstunden).
Die Spezialisierungen werden nur individuell angeboten und bedingen eine enge Zusammenarbeit mit dem KoSPA, da viele Ausbildungssequenzen nicht standardisiert werden können, weil die Teilnehmenden sehr individuelle Voraussetzungen mitbringen. So sind die für den jeweiligen Lehrgang angegebenen Arbeitsstunden Richtwerte, welche je nach Vorbildung stark differieren können.
Unsere Materialien
Eine hocheffiziente Methode für den Umgang mit schwierigen Kindern, Schüler:innen, Jugendlichen und Klient:innen
Was ist SchemaPädAgogik? Diese Frage ist nicht ganz einfach zu beantworten. Aus diesem Grund ist dieses Buch entstanden. Es soll all denjenigen Menschen einen ersten Einblick in dieses zeitgemäße, integrative pädagogische Konzept vermitteln, wie mit schwierigen, herausfordernden Schüler:innen, Kindern, Jugendlichen oder auch erwachsenen Klient:innen gearbeitet werden kann. Dieses Buch hat nicht den Anspruch, ein Lehr- oder Lernbuch zu sein. Es soll vielmehr die Grundlagen vermitteln. Für die interessierten Leser:innen kann diese Einführung ein Türöffner sein für den Einstieg in die umfangreiche Literatur zur Schemapädagogik von Marcus Damm.
Das Kartenset stellt die 18 maldaptiven Schemata nach Jeffrey Young dar. Zu jedem Schema hat es auf der Rückseite eine Beschreibung als Mindmap.
Das Kartenset bildet 13 Persönlichkeitsstile ab. Auf der Rückseite von jeder Karte hat es eine kurze Beschreibung des Persönlichkeitsstils.
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